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Warum ich dieses Buch geschrieben habe:
Während meiner eigenen Schwangerschaft 2003/2004 wurde ich wiederholt auf Fälle von Kindestötungen aufmerksam, die damals gerade durch die Presse gingen. Ich glaube in einer solchen Situation entwickelt man eine Art „selektive Wahrnehmung“.
Da mich diese Fälle schockierten und ich es als ungeheuerlich empfand, was Erwachsene ihren kleinen und wehrlosen Opfern alles antaten, verspürte ich den Drang, soviel wie möglich über dieses schreckliche Phänomen herauszufinden. Bei meinen Recherchen stellte ich fest, dass in der einschlägigen Literatur bisher immer nur Teilaspekte der Thematik behandelt wurden. Das heißt, dass beispielsweise Untersuchungen zur Neugeborenentötung, zu sexuellem Missbrauch und zur Kindesmisshandlung existierten. Bezüglich der Ursachenforschung wurden in der Hauptsache psychologische Motive der Kindestötung behandelt. Juristische Aspekte wurden – wie auch historische – ebenfalls immer separat behandelt. Daher wählte ich das Thema für meine Magisterarbeit im Rahmen meines Soziologiestudiums an der Uni Hannover. Ich wollte in meiner Arbeit all diese Teilaspekte und Betrachtungsebenen zusammenbringen um damit einen umfassenderen und differenzierteren Blick auf diese Thematik zu ermöglichen.
Nun ist meine Arbeit als Sachbuch erschienen und es ist mir wichtig, dass in der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein für die tatsächlichen Dimensionen des Problems der Kindestötung geschaffen wird, damit wirksame Präventionsmaßnahmen entwickelt werden können. Dafür muss das Buch jemand lesen und ich hoffe, dass Sie mir dabei helfen können.
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